Taman Negara – 3 Tage im ältesten Regenwald der Erde ohne Tour oder Guide

Der Taman Negara Regenwald in Malaysia ist laut Forschern 130 Millionen Jahre alt und damit ist er einer der ältesten Regenwälder der Erde.

Man kann hier Flora und Fauna entdecken, die es sonst nirgendwo anders auf der Welt gibt. Tausende Jahre alte Bäume haben überwältigende Höhen erreicht und Tiere, die an den meisten Urwäldern der Welt schon vom aussterben bedroht sind, wie Tapire und Panther, leben hier noch in freier Wildbahn.

Er ist ein mystischer, wilder Ort der viele Abenteuer verspricht – allerdings ist er inzwischen zu weiten Teilen für den Tourismus erschlossen, was gut ist, für Leute, die den Dschungel lieber in einem sicheren Tourpaket erleben wollen, aber auch schade, weil gerade die Unberührtheit und Wildheit den Reiz dieses Nationalparks ausmachen. Egal was man sucht, ob bequeme Bootstour oder abenteuerliche Wanderung, noch kann man im Taman Negara beides bekommen.

Wir waren für drei Tage dort und haben den Wald alleine und ohne Tour erkundet. Und so haben wir es gemacht:

Der Weg von Kuala Lumpur zum Taman Negara

Es gibt verschiedene Möglichkeiten den Taman Negara zu erreichen. Am einfachsten ist es natürlich einfach eine Tour von Kuala Lumpur aus zu buchen, sodass ihr mit Bus und Boot in den Park befördert werdet. Wir haben uns jedoch entschieden, auf eigene Faust mit dem Auto zum Park zu fahren, was uns einen kleinen Roadtrip als Bonus gab, der in sich selbst schon abenteuerlich war. Das lag hauptsächlich an der mittelmäßigen Fahrtüchtigkeit unseres gebraucht gekauften Proton Satrias und den zahlreichen Schlaglöchern und Schwellen auf den Straßen, die zum Verlust einiger Teile führten, aber wir sahen unterwegs so einige schöne Orte, die es die Herausforderung wert machten.

Wir fuhren zunächst innerhalb von 3 Stunden (mit Stau) von Kuala Lumpur über die AH2 Autobahn nach Ipoh, wo wir eine Nacht verbrachten. Am nächsten Morgen fuhren wir über die Cameron Highlands durch Ringlet und Kuala Lipis bis nach Kuala Tahan (wo der Eingang zum Nationalpark ist), wofür man je nach Verkehrslage 6-7 Stunden braucht. Es gibt natürlich auch direkte Wege, die etwas schneller sind, aber wir wollten Ipoh und die Cameron Highlands auf dem Weg mitnehmen, daher haben wir den Umweg gewählt.

Taman Negara
Der Taman Negara Nationalpark

Wilde Unterkunft im Taman Negara

Hotels und Hostels

Es gibt verschiedene Möglichkeiten eine Unterkunft in Taman Negara zu finden. In Kuala Tahan gibt es mehrere Hostels und Homestays, in denen man relativ günstig unterkommen kann. Einige kann man online im Voraus buchen, andere muss man vor Ort ansprechen, was je nach Saison ein gewisses Risiko ist, weil die Gegend viele Besucher hat aber bisher noch relativ wenige Unterkunftsmöglichkeiten. Wir hatten Glück, dass bei unserem Hostel, der Mahseer Chalet noch spontan etwas frei war, aber wir mussten auch einige Zeit suchen, bis wir ein freies Zimmer in Kuala Tahan fanden. Es waren angenehm saubere Hostelzimmer mit warmer Dusche und gutem Frühstück, allerdings kommen durch den Holzfußboden nachts Mücken und Zikaden ins Zimmer geflogen, die vom Licht angelockt werden. Aber ich nehme an, das Problem hat man fast in jeder Unterkunft, es ist eben der Dschungel. Ansonsten kann man auf der anderen Seite des Flusses private Bungalows im Mutiara Resort mieten. Die Bungalows sind sehr hübsch, wenn man nicht wie wir auf einem kleinen Budget ist, würde ich diese auf jeden Fall empfehlen, da man dort komfortabel direkt im Dschungel wohnen kann und dabei trotzdem das “Abenteuerfeeling” hat.

Camping im Nationalpark

Die erste Nacht verbrachten wir zu einem überteuerten Preis in einem gemieteten Zelt des Mutiara Resorts auf der anderen Seite des Flusses, wo man Bungalows und Zelte mieten kann. Die Duschräume und “Küche” des Zeltplatzes werden offenbar schon lange nicht mehr instand gehalten und waren dementsprechend kaum benutzbar und schon größtenteils wieder von der Natur übernommen. In den Toiletten nisteten Hornissen und man musste sich zunächst mit einem Stock durch dichte Spinnweben kämpfen, um zur Toilette zu gelangen, auf der eine dicke Staub- und Dreckschicht angelagert war. Der Campingplatz von Mutiara bietet also ein sehr naturnahes Erlebnis, wenn man das möchte. Für den gesalzenen Preis würde ich beim nächsten Mal jedoch einfach gleich mein eigenes Zelt irgendwo im Wald aufschlagen, wobei das die Ranger natürlich nur auf ausgewiesenen Campingplätzen im Park erlauben. Es gibt mehrere Campingplätze im Taman Negara, allerdings muss man zu allen einige Stunden wandern und es gibt keine Möglichkeit sie mit dem Auto zu erreichen, da man erst den Fluss überqueren muss.

mutiara hut taman negara
Mutiara Resort Bungalows

Man sollte bei der Wahl der Unterkunft bedenken, dass die Eingänge zu den Wanderpfaden alle auf der anderen Seite des Flusses sind, wo das Mutiara Resort ist. Wenn man also mit dem Auto kommt und im Zelt übernachten möchte, muss man einkalkulieren, dass man sein ganzes Gepäck erst mit einem kleinen Motorboot über den Fluss befördern muss und das Auto auf der anderen Seite bleibt, wo es nur begrenzte Parkmöglichkeiten gibt.

Wir mussten zweimal hin und her fahren, um alles rüber zu holen und während Pierre die zweite Ladung holte, musste ich unseren Rucksackhaufen gegen eine Gruppe Affe verteidigen, die vehement alles zu stehlen versuchten. Am Ende schafften sie es im Team die Packung mit unseren Instantnudeln zu erbeuten, die sie mir halb gegessen wieder auf den Kopf warfen, als ich sie anschrie. Man sollte auch bedenken, dass Affen wissen, wie man Zelte öffnet… Daher wechselten wir die nächste Nacht zum Hostel, weil wir nicht permanent abwechselnd bei unseren Sachen Wache stehen wollten. Also ja, Taman Negara ist ein wildes Erlebnis, genau, wonach wir gesucht hatten, haha!

Wandern im Taman Negara ohne Guide

Der Taman Negara hat zahlreiche mehr oder weniger gut gekennzeichnete Wanderpfade, auf denen man kostenlos wandern darf. Allerdings muss man sich zuvor bei den Parkrangern eine Entry Permit besorgen, die jeweils für einen Monat gültig ist und pro Person nur 1 RM kostet. Und wenn man ein Smartphone oder einen Fotoapparat hat, muss man pro Gerät 5RM für ein Photography Permit bezahlen. Das ist meiner Meinung nach ein fairer Preis dafür den Nationalpark erleben zu dürfen. In Khao Sok in Thailand sind die Preise z.B. wesentlich höher. Das Ranger Office befindet sich in der Mitte des Mutiara Resorts auf der anderen Seite des Flusses.

Ranger Office
Hier bekommt man das Entry Permit

Die Parkranger werden euch eine handgezeichnete, ungenaue Karte mit den Wanderpfaden geben, die euch motivieren soll, euch lieber einen Guide zu engagieren. Das könnt ihr natürlich tun, um euch sicherer zu fühlen, schaden kann es nicht, besonders, falls es euer erstes Mal im Dschungel ist. HIER sind ein paar Sicherheitstipps für erste Wanderungen im Regenwald.

Wenn ihr aber Erfahrung mit Wanderungen im Dschungel habt, spricht nichts dagegen, einfach selbst die Pfade zu erkunden. Sie sind gut ausgetreten und man kann sich kaum verlaufen, solange man auf dem Weg bleibt. Der Beginn jedes Pfades ist sogar auf Holzstegen, die (zwar teilweise eingebrochen sind, aber) eine sichere Möglichkeit für kleine Ausflüge bieten, auf denen man sich nicht verlaufen kann, wenn man am Ende des Holzwegs kehrt macht. Wir haben die Holzwege für eine kleine, unabhängige Nachtwanderung genutzt, auf der wir zahlreiche coole Insekten und Frösche sahen, aber keine größeren Tiere (was vielleicht ganz gut so war, weil ich keinem Tiger hätte nachts allein über den Weg laufen wollen.) Es gibt aber auch geführte Nachtwanderungen, auf denen man mit Hilfe der Guides vielleicht mehr Tiere entdecken kann.

Holzweg Taman Negara
Auf dem Holzweg durch den Regenwald

Am dritten Tag im Taman Negara haben wir eine 8,5 km lange Wanderung zur Lata Berkoh gemacht. Die Wanderung bis zu einem Orang Asli Dorf (die Orang Asli sind die Eingeborenen in Malaysia) soll für 8,5 km rund 3 Stunden dauern, also planten wir 6 Stunden für Hin- und Rückweg ein. Unterwegs sollte es auch eine schöne Bucht zum Schwimmen geben, die wir ausprobieren wollten.

Am besten ist es früh aufzustehen und die kühlen Stunden des Tages zu nutzen, um Weg zu machen, bevor die Tageshitze einsetzt, aber Pierre wollte in Ruhe Frühstücken, daher betreten wir den Dschungel erst um 12, inmitten der Mittagshitze:

Schon nach den ersten Metern sind wir durchgeschwitzt, aber ich hätte glücklicher nicht sein können: Um mich herum wächst der älteste Regenwald der Erde, riesige Bäume mit wilden verschnörkelten Wurzeln über der Erde und Lianen säumen das Flussufer, dem der Weg folgt.

regenwald malaysia

Nach kurzer Zeit erreichen wir eine Bucht namens Lubuk Simpon, wo der Fluss niedrig ist und sich Sandbänke gebildet haben. Man hat tollen Blick auf den Dschungel und wir rasten kurz dort, erfrischen uns am Wasser und machen Fotos. Während der paar Minuten dort, kommen im Minutentakt Motorboote an uns vorbei gedüst, die Touristen auf teuren Touren im Express durch den Wald chauffieren. Zwar sieht es nach Spaß aus, aber ich glaube, ich würde mich ärgern, alles nur so an mir vorbeiziehen zu sehen, ohne all die faszinierenden Pflanzen und Bäume in Ruhe betrachten und fotografieren zu können. Ich bin lieber wirklich frei und ohne eine Gruppe lauter, schwitzender Touristen im mittleren Alter im Schlepptau unterwegs, um die Natur ungestört erleben zu können, aber kann auch verstehen, wenn andere Leute sich hier in einer Gruppe wohler fühlen, da die Umgebung wild und natürlich nicht ungefährlich ist.

taman negara lubuk simpon
Lubuk Simpon

Immer tiefer führt uns der Weg nun in den Dschungel, fort vom Fluss, in die ungezähmte Wildnis… Aber der Weg ist schon recht ausgetreten und gut erkennbar, viel besser als auf so manch anderer Dschungelwanderung, die ich in Malaysia oder Australien gemacht habe, also eigentlich nicht ganz so wild. Ein Guide wäre meiner Meinung nach überflüssig für einen erfahrenen Wanderer. Aber Vorsicht ist natürlich immer geboten, also bleibt stets auf den Wegen und wenn ihr euch unsicher fühlt, kehrt besser um. Und vergesst nicht euch im Ranger Office einzutragen, wenn ihr Wandern geht, damit falls etwas passieren sollte oder ihr euch verirrt nach euch gesucht wird. Es war jedenfalls eine gute Entscheidung für uns, auf eigene Faust zu gehen, sodass wir alles in unserem Tempo und nach Lust und Laune machen können, aber Pierre ist auch in Malaysia aufgewachsen und ich lebe auch schon seit einiger Zeit hier, daher wissen wir, worauf wir im Dschungel aufpassen müssen.

Natürlicher Stacheldraht
Darum lohnt es sich lange Hosen im Regenwald zu tragen.

Wir kommen an dornigen Ranken und verschlungenen Kletterpflanzen vorbei und ich genieße den Anblick, der in meinen Augen pure Kunst ist. Ich fotografiere und Filme fasziniert die Umgebung und Pierre schnauft geschafft weiter den Pfad entlang und wringt immer wieder seine Haare aus, die vom feuchten Klima und vom Schweiß klitschnass sind. Unsere Klamotten sehen auch aus, als wären wir in den Fluss gefallen, obwohl wir noch gar nicht schwimmen waren. Die Hitze ist schon extrem, trotz des Schattens, den die Bäume bieten. Laut meiner Wetterapp haben wir 36 Grad Celsius. Eigentlich nicht viel für Malaysia, aber es fühlt sich mit der starken Luftfeuchtigkeit wie viel mehr an. Trotzdem hätte ich nirgendwo anders sein wollen.

Wir kommen an Wildschweinspuren vorbei und machen sicherheitshalber etwas mehr Lärm beim Laufen, um etwaige Überraschungen zu vermeiden und die Tiere hoffentlich zu verscheuchen, sollten sie im Gebüsch um die Ecke hocken. Zum Glück treffen wir keine Borstentiere, obwohl wir überall ihre Spuren sehen, wo sie den Matsch aufgewühlt haben. Eine besonders tiefe Suhle müssen wir balancierend über einen Ast überqueren. Nach einer Weile kommen wir zu einem umgestürzten Urwaldriesen, dessen Unterseite aus der Erde gerissen wie ein Hexenhaus aufragt. Es ist ein beeindruckender Anblick. Auf dem toten Baum wachsen bereits neue Pflanzen und Bäume und das Wurzelgeflecht bildet eine schaurige Höhle voller Spinnweben.

Die Unterseite eines Urwaldriesen.

Danach geht es Bergab und bergauf, bis wir dem Fluss wieder begegnen. Es ist noch nicht die Bucht, die wir erreichen wollen, aber ein steiler Weg führt herab zu einem sandigen Ufer, an dem wir Pause machen und unsere Sandwiches essen. Unsere drei Liter Wasser haben wir schon fast aufgebraucht. Wir genießen eine Weile den schönen Ort, sammeln unsere Kräfte und klettern dann zurück nach oben auf den Pfad.

Pierre im Taman Negara
Erfrischungspause am Fluss

Als Nächstes kommen wir zu einer alten Brücke, die über einen Seitenfluss führt. Wir gehen herüber ans andere Ufer, wo eine traumhafte Dschungelbucht ist, wo Motorboote am Ufer liegen. Wir vermuten, dass es die Bucht ist, wo wir schwimmen wollten. Wir beschließen aber erst einmal weiterzuwandern.

Dschungelfluss
Perfekt zum Schwimmen!

Wir kommen zu  der Ruine eines Rasthauses, das von Spinnen eingenommen wurde und klettern vorsichtig über eine Steintreppe in den zweiten Stock, wo wir die Aussicht bewundern. Ein Stück weiter begegnen wir einer Touristengruppe, die auf dem Rückweg sind und den Rest des Weges per Boot zurückfahren werden. Es ist inzwischen später Nachmittag. Auch wir beschließen, dass es Zeit ist umzukehren, damit wir nicht in der Dunkelheit den Weg zurück finden müssen.

Hier kann man Nachts sicher gut Tiere beobachten

Unser Wasser ist auch fast aufgebraucht. Wenn man ohne Guide wandert, sollte man lieber keine unnötigen Risiken eingehen und selbst die Vernunft haben, Zeit und Ressourcen im Auge zu behalten. Sonst kann man mehr Abenteuer erleben, als einem lieb sind. Das haben wir bei unserer ersten Regenwaldwanderung in Australien gelernt.

Wir machen uns also auf den Rückweg und genießen auch auf dem Weg zurück die irren Bäume und Pflanzen und die bizarren Insekten. Leider konnten wir keine Affen (außer den allgegenwärtigen Makaken) oder Elefanten sehen, die natürlich viel tiefer in den Wald gezogen sind, wo nicht jeden Tag 500 Boote voller Touristen vorbei knattern. Nichteinmal Vögel konnten wir sehen, zumindest nur sehr vereinzelt.

Taman Negara

Es ist schade zu sehen, wie der Regenwald für den Tourismus so zurückgedrängt wird. Auf dem Weg hierher hatte ich auf pure Wildnis und große Artenvielfalt gehofft und hatte Camping im Wald und nicht auf der Wiese eines Resorts erwartet. Ohne Geld (bzw. Boot, das man nur mit teurer Tour bekommt) kommt man nicht in die wirklich wilden Teile des Waldes und die Natur ist alles andere als unberührt. Dennoch ist der Taman Negara allein der Vegetation wegen einen Besuch wert. Wer riesige Urwaldbäume und Lianen mag, bekommt hier viel zu sehen und ich werde sicher noch einmal wieder kommen, um tiefer in den Wald zu wandern.

taman negara trail
Ein wunderschöner Dipterocarpus – der Baum mit den großen Wurzeln

Angeln im Taman Negara ohne Tour – Ist es erlaubt?

Ja, man darf angeln im Taman Negara, aber nur im Tembeling River. Die Infos darüber, wo genau man angeln darf, findet ihr auf DIESER Webseite. Wer sein eigenes Angelzeug mitbringt, kann sich sein Abendessen also selbst fischen.

Es gibt auch zahlreiche Tourangebote, wo man vom Boot aus an die besten Stellen gebracht wird, die sicher sehr gut sind, es gibt aber auch die Möglichkeit sich einfach alleine kostenlos mit seiner Angel an den Fluss zu setzen, wenn man sein eigenes Equipment dabei hat. In dem Fall kann man spontan und günstig fischen, da man laut Auskunft der Nationalparkwebseite keine Erlaubnis braucht, solange man nur in den ausgewiesenen Flüssen angelt, die nicht unter Schutz stehen.

Wir beschlossen am zweiten Tag im Park Angeln zu gehen, da wir extra unsere Ruten und Köder mitgenommen hatten. Wir fuhren mit dem Angelzeug wieder über den Fluss, liefen einen anderen Boardwalk in Richtung Canopy Walk (der übrigens geschlossen war, als wir dort waren) in der Nachmittagshitze entlang, bis wir eine Stelle fanden, wo wir hinunter ans Wasser kommen konnten.

Auf einer kleinen Sandbank stehend, fischten wir mit den Füßen im Wasser, umgeben von Grün und kleinen Fischen, die an unseren Zehen knabberten. Zwar fingen wir keine Fische, die groß genug zum Essen gewesen wären, aber es war ein angenehmer Nachmittag.

taman negara tembeling river fishing
Traumhafte Aussicht beim Angeln. Hinter uns war sogar ein kleiner Wasserfall.

Ist der Taman Negara einen Besuch ohne Tour wert?

Insgesamt kann ich sagen, dass es durchaus möglich ist, den Taman Negara auch ohne Tour auf eigene Faust zu erkunden, da die Wanderwege gut sichtbar sind und die Infrastruktur um Kuala Tahan für Reisende ausgelegt ist, sodass man auch ohne vorherige Tourbuchung eine Unterkunft und Essen finden kann. Auch das Übersetzen ans andere Ufer zum Eingang in den Park ist problemlos möglich, mit den Booten, die den ganzen Tag bereit sind Touristen für eine geringe Gebühr (bei uns waren es 10RM, abhängig davon, wen man fragt) über das Wasser zu bringen. Wir hatten Spaß in den drei Tagen und konnten auch ohne zu bezahlen reichlich Aktivitäten finden, um den Aufenthalt interessant und einzigartig zu machen. Zugleich macht es das “Dschungelerlebnis” aber auch etwas zunichte, dass die ganze Region so auf Touristen eingestellt ist. Ein wirkliches Abenteuer war es nicht, mehr ein netter Wochenendausflug in den Regenwald.

Der Taman Negara ist zwar ein sehr schöner Wald mit spannender Vegetation und Insekten, aber wer schon einmal in den Tropen war und ein “echtes” Dschungelerlebnis sucht, wird vielleicht etwas enttäuscht werden. Wer hingegen das erste Mal im Regenwald ist und lieber etwas Komfort und Sicherheit hat, wird im Taman Negara Nationalpark auf seine Kosten kommen. Es hängt alles davon ab, mit welchen Erwartungen man kommt.

Ich würde vielleicht eines Tages noch einmal mit mehr Geld und mehr Zeit hinfahren und eine mehrtägige Wanderung mit Tour machen, wenn sich die Gelegenheit bietet. Vielleicht kann man auf diese Weise tief genug in den Wald kommen, um auch Tiere zu sehen. Aber so oder so, war ich froh dort gewesen zu sein und den uralten Wald gesehen zu haben, bevor er eines Tages vielleicht vollends verschwunden ist, wie so viele Regenwaldflächen Malaysias.

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Jar213Mina

I am Lisa Jarmina, an adventurous outdoor person, writer and traveler who loves nature, science, languages and photography. I travel, explore, meet people and learn how they live under different circumstances. I want to teach people about other possibilities to live life; about different perspectives; about tolerance, humbleness, personal growth and mutual understanding. Don't be afraid to leave behind the things you know, to meet the things you do not know yet!

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