Die perfekte Packliste für eine Weltreise

Eine Weltreise ist der große Traum eines jeden Reisenden: Für lange Zeit unterwegs sein und viele neue Länder sehen, mit nichts als dem Rucksack auf dem Rücken! Ungebunden und frei durch die Welt ziehen, nur das tun, was einem gefällt, und gehen, wohin einen das Herz führt… Doch was braucht man unbedingt auf einem solchen Abenteuer? Eine gute Packliste ist ein wichtiger erster Schritt bei der Weltreiseplanung. Doch wie sieht eine perfekte Packliste für eine Weltreise aus? Die ist natürlich für jeden individuell anders! Hier zeige ich euch, was für mich auf Weltreise wichtig war und gebe euch Beispiele aus meiner Erfahrung, was ihr bedenken solltet, wenn ihr eure persönliche Packliste erstellt.

Es ist nicht einfach, eine sinnvolle Packliste zusammen zu stellen, die alles enthält, was man “on the road” braucht, die aber keine überflüssigen Gegenstände einplant, welche einem später unnötig den Rucksack schwer machen. Diese Packliste ist speziell auf Backpacking ausgerichtet, mit dem Fokus darauf, Gewicht zu sparen, aber alles zu bedenken, was man zum Überleben in Hostels und in der Natur braucht.

Während meiner Reisen in Europa und Asien hatte ich die Gelegenheit zu testen, welche Dinge man unbedingt auf einer Weltreise braucht und was man ruhig Zuhause lassen kann.

Im Folgenden präsentiere ich euch meine über Jahre hinweg beim Backpacken perfektionierte Packliste, die alles enthält, was ich heute auf meiner Weltreise bei mir habe und immer noch als nützlich empfinde. Mit diesen Dingen könnt ihr auf jedes Wetter und jedes Abenteuer perfekt vorbereitet sein, egal ob Dschungel-Expedition, Bergbesteigung, Wüstenwanderung, Camping oder Spaß am Strand!

packliste
Auf ins Abenteuer!

Die perfekte Packliste für eine Weltreise

Kleidung

  • 10x Unterwäsche
  • 4x T-Shirt
  • 5x Tanktop
  • 2x kurze Hose oder Rock
  • 1x lange Jeans
  • 10x Socken (lang + kurz)
  • Halstuch
  • Regenjacke
  • Cappi/ Hut
  • Flipflops
  • stabile Turnschuhe
  • Schwimmsachen

Wie viel Kleidung brauche ich auf einer Weltreise?

Weniger als man denkt. Bevor meiner Weltreise dachte ich, dass ich mindestens genug Kleidung für eine Woche dabei haben sollte. Unterwegs merkte ich dann aber, dass mein Backpack viel zu schwer ist. Dennoch war ich über jedes Teil, das ich dabei hatte, froh, da man gerade in heißen Gebieten wie Malaysia und Australien alles nur einmal tragen kann, weil es garantiert total durchgeschwitzt wird. Es ist eine schwierige Balance zwischen genug und zu viel. Da man für Waschmaschinenbenutzung in den meisten Hostels extra zahlen muss, wäre es unökonomisch alle drei Tage waschen zu müssen. Aber Kleidung ist das Schwerste im Gepäck, daher sollte man möglichst wenig mitnehmen.

Ich würde heutzutage für eine Weltreise möglichst leicht packen, viele leichte Dinge wie Tops, Funktions-T-Shirts, Haremshosen und Röcke aus leichten Stoffen und jeweils nur eine feste Jeans und einen warmen Hoodie, den man drüber ziehen kann, wenn es kalt ist. Dennoch sollte man auch ein paar leichte, langärmlige T-Shirts dabei haben, besonders wenn man vorhat zu arbeiten, oder Tempel zu besuchen, da freie Schultern in vielen Ländern als anzüglich und unprofessionell betrachtet werden.

Warme Klamotten in den Tropen?

Lange Hosen brauchte ich gerade in den warmen Ländern öfter als erwartet, weil die Air-Conditioning meist Kühlschranktemperaturen in allen Shoppingmalls, Bussen und Restaurants zur Folge hat. Auch bei Dschungelexkursionen brauchte ich lange Hosen und Ärmel, zum Schutz gegen Moskitos und Blutegel und gegen dornige Pflanzen. Und zum Schutz beim Motorrad fahren. Man sollte auch bedenken, dass es in vielen Ländern als anzüglich betrachtet wird, kurze Sachen zu tragen, auch wenn es heiß ist, wie zum Beispiel in muslimischen Ländern. Man sollte daher beim Erstellen der Packliste nicht nur das Klima, sondern auch die lokalen Sitten der Zielländer in Betracht ziehen.

Welche Schuhe?

Festes Schuhwerk ist auch sehr wichtig, da die Fußwege vielerorts nicht wie in Europa wirklich Wege sind, sondern oft Stacheldraht- Baustellen- und Abfall-Parcours. Turnschuhe sind am besten, da sie leicht und bequem und gut zu transportieren sind. Für Steppen und Berge sind richtige Stiefel aber definitiv empfehlenswert. Nur mit Flipflops oder anderen offenen Schuhen allein würde ich niemals reisen, auch wenn die Destination ein warmes Land ist.

Aber ohne Flipflops würde ich auch nicht reisen! In heißen, nassen Klimazonen wird man die Flipflops zu schätzen lernen, da Turnschuhe einfach permanent durchgeweicht und viel zu heiß an den Füßen sind. Auch viele Duschräume kann man unmöglich barfuß betreten, ohne sich Fußpilz zu holen. Ich habe immer ein Paar Flipflops dabei. Sie sind leicht und flach und passen perfekt in die untere Tasche meines Backpacks.

Für alle Anlässe gewappnet

Wenn man auf der Reise arbeiten möchte (z.B. Volunteering oder Working Holiday), oder falls man spontan zu offiziellen Anlässen eingeladen wird (was öfter vorkommen wird, als man erwartet), sollte man ein schwarzes Hemd und eine schwarze Hose, oder als Frau ein businesstaugliches, schwarzes Kleid der Packliste hinzufügen. Notfalls kann man das aber natürlich auch vor Ort noch kaufen.

Hüte

Auch wenn man normalerweise keine Hüte trägt, sollte man in Gebieten nahe am Äquator und am Meer immer eine Kopfbedeckung dabei haben, weil der Sonnenstich/brand sonst garantiert kommt. Am besten finde ich ein Cappi, das gleichzeitig die Augen und das Gesicht gegen starke Sonne schützt. Aber ein Sombrero hilft natürlich genauso gut. Folgt da einfach eurem eigenen Style.

Socken?

Socken neigen dazu, rasch auf mysteriöse Weise zu verschwinden und es kann überraschend schwierig sein, Läden im Ausland zu finden, in denen man normale Socken kaufen kann. Daher nehme ich immer lieber ein paar extra Socken mit. Sie sind nicht nur nützlich an den Füßen, sondern schützen zerbrechliche Gegenstände wie Handys, Sonnenbrillen und andere zerbrechliche Gegenstände, können als Notfallverband oder Wischlappen doppeln, bewahren einen vor rauen Hornhautfüßen und bilden eine Barriere zwischen dreckigen Hostelböden und dir.

Köperpflege

  • Zahnbürste + Zahnpasta
  • kleines Shampoo
  • kleines Duschgel
  • kleines Deo
  • Haarbürste/ Kamm
  • 10 Haargummis
  • Nagelclipper
  • kleine Feuchtigkeits-Creme
  • Labello
  • Sonnencreme LSF 50*
  • Handtuch
  • Faltbarer Handspiegel*
  • Feuchte Tücher

Optionale Zusätze:

  • Kleiner Conditioner
  • kleines Haarspray
  • Aftersun-Lotion
  • Tampons
  • Maskara, Puder + Concealer
  • Faltbarer Reise-Föhn*
  • billiger Schmuck (man muss sich keine Sorgen machen, dass er gestohlen wird)
  • Ohrstöpsel*

Klein und Leicht

Wenn man fliegen will, ist es klug, zunächst wenn überhaupt nur kleine Flaschen Shampoo etc. mitzunehmen, da man vor Ort mehr davon kaufen kann. Shampoo gibt es fast überall auf der Welt und ich finde es immer toll die lokalen Sorten auszuprobieren. Andere Dinge, die man vielleicht nicht unbedingt überall bekommen kann, wie Kontaktlinsenflüssigkeit, spezielle Cremes oder Tampons würde ich aber von Zuhause mitnehmen. Es gibt Reise-Sets von kleinen leeren Fläschchen*, die den Flüssigkeitslimits von maximal 100ml für das Handgepäck entsprechen, in die man sich eine kleine Menge des Produktes, das man mitnehmen will, abfüllen kann, was ich sehr praktisch finde. Und auch wenn man im aufgegebenen Gepäck größere Flüssigkeitsbehälter mitführen darf, würde ich grundsätzlich davon abraten, da Flüssigkeiten sehr schwer sind. Schaut bei DM in der Abteilung mit den kleinen Testern, was ihr in Mini-Größe bekommen könnt und überlegt euch, ob man das Produkt wirklich nicht im nächsten Zielland kaufen kann.

Hautpflege

Unbedingt mitnehmen würde ich Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF30-50)*. In anderen Ländern ist sie oft viel teurer und mit Bleichmitteln versetzt, die die Haut reizen, daher sollte man lieber eine kleine Flasche von Zuhause mitnehmen. Besonders in Australien/ am Meer/ im Gebirge kann man üble Sonnenbrände bekommen, selbst an Tagen, wo es nicht heiß ist. Eine Sonnenbrille ist zusätzlich auch sinnvoll. In Australien hatte ich bei der Farmarbeit am Anfang mal ein T-Shirt mit weitem Ausschnitt getragen und keine Sonnencreme aufgetragen, weil es morgens noch kühl war – den Abdruck von dem Sonnenbrand rund um meinen Hals konnte man noch Monate später sehen…

Alles um die Haut feucht zu halten wird man sehr vermissen, wenn man es nicht hat. Auch ein Labello ist essentiell, sowohl in heißen als auch kalten Ländern, weil gesprungene Lippen sehr unangenehm werden können… und niemand küsst gern trockene Lippen 😉

Feuchte Tücher kann man nicht nur zum Abschminken verwenden, sondern auch um sich nach dem Schwitzen schnell frisch zu machen, Flecken zu entfernen oder die Hände unterwegs zu reinigen. Fließendes Wasser ist nicht überall sauber oder manchmal unterwegs schwer zu finden. Gerade beim Campen sind feuchte Tücher ein Lebensretter.

Haarpflege

Ich nehme auch immer meinen eigenen faltbaren Reise-Föhn mit, da in Hostels meist keiner zur Verfügung gestellt wird und ich gerne eine halbwegs ordentliche Frisur habe, auch wenn manche Backpacker die Haarpflege gerne ganz aufgeben und einfach Dreadlocks kultivieren, ein Tuch um den ganzen Mist wickeln oder einen Hut tragen, was natürlich auch eine Lösung ist.

Wichtig bei einem Reise-Föhn ist, dass man die Volt-Zahl umstellen kann, um die Leistung an das Stromnetz des jeweiligen Landes anpassen zu können, damit er nicht durchbrennt oder einen Kurzschluss verursacht. Profi-Tipp: Ich nehme auch immer einen extra-Steckeradapter* mit, den ich immer am Föhn lasse, weil es sehr unpraktisch ist, wenn man jedes Mal nach dem Duschen erstmal wieder ins Zimmer laufen und nach einem Adapter kramen muss. Achtet auch darauf, dass der Adapter nicht wackelt, weil es unpraktisch ist, wenn der Föhn bei jeder Bewegung an und aus geht. Die kleinen Einzeladapter sind da besser als die klobigen Allrounder.

Falls ihr, wie ich, verrückte Locken habt, die sich nur mit Haarspray bändigen lassen, nehmt eine große Flasche in der checked luggage mit (im Handgepäck darf man keine Spraydosen haben), da es in Asien sehr schwer sein kann, Haarspray zu finden. In Japan konnte ich gar keins finden, in Malaysia musste ich schließlich auf Haarspray zum Basteln aus dem MR.DIY Shop zurückgreifen.

Toleranz entwickeln

So oder so entwickelt man als Reisender auf jeden Fall bald eine neue Beziehung zu Dreck, die von starker Toleranz geprägt ist. Einfach, weil man damit klarkommen muss. Man kann leider nicht seinen ganzen Haushalt auf Reisen dabei haben, also muss man sich daran gewöhnen, mit weniger Komfort zu leben. Dabei werdet ihr merken, wie wenig man eigentlich wirklich braucht, um glücklich zu sein.

Selbst das Barfußlaufen in jedem Gelände wird schnell zur Gewohnheit werden, trust me. Trotzdem tut es gut, zumindest die Basics wie Fingernägel schneiden, Haare waschen und eincremen auch unterwegs zu tun. Nur weil man praktisch obdachlos ist, muss man nicht auch so aussehen 😉 Ich habe aber auf Reisen gelernt, mich mit meinem natürlichen Look, ohne Make-up oder schicker Frisur auch komplett wohl zu fühlen, während ich mich vorher in Deutschland nicht ungeschminkt auf die Straße getraut hätte. Man kann es sich vorher nicht wirklich vorstellen, aber die veränderten Umstände beim Reisen zeigen einem, dass es auch anders geht, dass man auch gut ohne viele Dinge leben kann, von denen man vorher dachte, dass man sie braucht.

Elektronik

Als Travel-Blogger und Hobby-Fotografin habe ich wahrscheinlich etwas mehr Elektronik dabei, als der durchschnittliche Backpacker braucht. Ich versuche aber trotzdem mein Equipment auf einem leichten Minimum zu halten, weil ich nicht beim Reisen auf viele teure Dinge aufpassen müssen will.

Licht

Die Taschenlampe wollte ich erst nicht mitnehmen, doch brauchte ich sie dann öfter als erwartet: Gleich zu Anfang, weil mein Zimmer im ersten Hostel keine Fenster hatte und ich das obere Bett weit weg vom Lichtschalter hatte. In Australien war die Straßenbeleuchtung vielerorts nicht vorhanden oder sehr schlecht, sodass ich die Lampe brauchte, um nicht abends über Schlangen und Frösche zu stolpern.

Musik

Kopfhörer sind lebenswichtig für lange Flüge und Busfahrten, auf denen man ohne Musik und Videos an Langeweile sterben würde. Pro-Tipp: Wenn es im Flugzeug gratis Kopfhörer gibt, immer mitnehmen, auch wenn sie schlecht sind, weil man froh sein wird, ein gratis Backup-Paar zu haben, wenn die richtigen kaputt oder verloren gehen.

Computer und Smartphones

Man kann zwar auch mit dem Smartphone Flüge und Hotelzimmer buchen, aber ich habe lieber mein Tablet dabei, wo die Webseiten normal angezeigt werden können und ich zuverlässigen Zugriff auf meine Emails, Accounts und meinen Blog habe. Ich editiere gerne unterwegs schon die Fotos und Videos des Tages als Abendbeschäftigung im Hostel und schreibe lange Journaltexte, was am Tablet mit Tastatur alles leichter ist, als am Handy. Ein Tablet ist viel leichter als ein Laptop, daher benutze ich unterwegs seit Jahren mein Odys Wintab 10, das im Set mit einer Tastatur, auf die man es stecken kann, alles kann, was ich fürs Bloggen brauche. Der Screen ist inzwischen ein wenig angeschmolzen (in der Hitze Malaysias), aber alles funktioniert noch nach über 4 Jahren Weltreise.

Wenn ihr euer Smartphone mitnehmen wollt, findet vorher heraus, ob es mit dem Netz des Ziellandes kompatibel ist. Die Smartphones von Lenovo, die wir in Malaysia gekauft haben, wo sie einwandfrei funktionierten, hatten z.B. in Australien keinen Empfang, trotz australischer Sim-Karte. Auch mein deutsches Smartphone konnte ich in Japan nicht verwenden. Eine kurze Recherche durch Google kann euch sagen, wo euer Smartphone funktionieren kann und wo ihr ein lokales Gerät kaufen müsst. Meist reicht aber ein Wechsel der Simkarte.

Pro-Tipp: Achtet auch darauf, ob euer Handy eine Simlock hat, also nur die Simkarte eines bestimmten Anbieters akzeptiert, was häufig der Fall ist, wenn man es im Rahmen eines Vertrags bekommen hat. Ihr könnt es leicht testen, indem ihr kurz die Simkarte eines Freundes einsetzt, der einen anderen Anbieter nutzt, um zu sehen, ob euer Smartphone die fremde Simkarte annimmt. Falls euer Smartphone eine Simlock hat, könnt ihr es vom Anbieter im Shop für eine Gebühr entsperren lassen, damit ihr weltweit verschiedene Simkarten der Anbieter des jeweiligen Landes verwenden könnt.

Gesundheit

Ich kann nicht oft genug sagen, wie wichtig Medikamente und Erste-Hilfe-Ausrüstung sind! Bei allen meinen Reisen brauchte ich sie irgendwann. Besonders an Orten, wo es keine Ärzte oder Krankenhäuser gibt (z.B. im Dschungel oder im Outback) sollte man selbst gut ausgerüstet sein. Das Immunsystem ist auf die fremden Bakterien und Viren nicht gut vorbereitet, daher ist man die ersten Wochen auf Reisen oft mit Erkältungen und Magenkrämpfen geplagt. Simple Dinge wie Taschentücher oder Erkältungstee dabei zu haben und nicht krank herumlaufen und nach einer Apotheke suchen zu müssen, kann diese Übergangsphase viel angenehmer machen. Besonders in Vietnam und Malaysia hatte ich schlimme Lebensmittelvergiftungen und kann daher nur jedem empfehlen, für die Weltreise Antibiotika und Anti-Durchfallmittel mitzunehmen, damit man unbesorgt das Streetfood in Asien probieren kann. Natürlich gibt es auch Leute, die weniger empfindlich sind und noch nie beim Reisen krank geworden sind. Aber es ist meiner Erfahrung nach besser, für alle Fälle vorbereitet zu sein.

Auch Verletzungen kann man bei aller Vorsicht nicht immer vermeiden, besonders wenn man viel in der Natur unterwegs ist. Daher würde ich immer Wundpflaster und Desinfektionsmittel mitnehmen. Ich weiß, man sollte positiv denken und nicht davon ausgehen, das Unfälle passieren werden und in den meisten Fällen wird wahrscheinlich gar nichts passieren. Aber es ist besser, im Notfall alles da zu haben und das eigene Leben oder das von jemand anderem retten zu können, wenn das Unerwartete eintrifft.

  • Verbandszeug
  • Wund-Desinfektionsspray
  • Pflaster
  • Wundkompressen
  • Wundsalbe
  • Schere
  • Schmerzmittel
  • Anti-Durchfallmittel
  • Mittel gegen Magenkrämpfe
  • Mückenstichsalbe
  • Verhütungsmittel/Kondome
  • Mundschutz (besonders seit Corona)
  • Antibiotika
  • Anti-Allergikum

Disclaimer: Natürlich bin ich kein Arzt und gebe keine medizinische Beratung hier, nur eine Auskunft über das, was ich persönlich auf Reisen dabei habe und nützlich finde. Fragt vor der Reise am besten noch einmal euren Hausarzt, was ihr mitnehmen solltet und erkundigt euch bei der Gelegenheit auch, welche Reiseimpfungen sinnvoll sind für eure Reiseroute. Oder falls ihr Impfgegner seid, ignoriert diesen Ratschlag einfach und macht halt, wie ihr denkt.

Praktisches aller Art

  • Taschenmesser
  • Klebeband/ Sekundenkleber
  • Wäscheklammern
  • feste Schnur
  • Feuerzeug
  • Alutasse
  • Besteck/Stäbchen/Spork
  • Plastikteller
  • Tupperbox
  • Stift und Notizblock
  • kleine Tasche für den Alltag/ zum Weggehen

Auf meiner Packliste standen anfangs noch viel mehr praktische Dinge, die jedoch mit der Zeit gehen mussten, weil das Backpack sonst zu schwer geworden wäre. Generell wird sich der Inhalt eures Backpacks unterwegs sowieso ändern, während ihr euch an den jeweiligen Ort, die Art von Unterkunft und das Klima anpasst. Packt daher nach dem Motto “Weniger ist Mehr” und lasst Platz, um flexibel noch Dinge hinzufügen zu können während eurer Reise.

Welche Dinge brauchte ich öfter als erwartet?

Das Taschenmesser brauchte ich vor allem als Schere sehr oft, um Lebensmittelverpackungen zu öffnen. Denkt aber daran, dass man am Flughafen keine Messer oder Scheren im Handgepäck tragen darf, sondern nur in der Checked Luggage, dem aufgegebenen Gepäck.

Viel gebraucht habe ich Klebeband und Sekundenkleber, um meine Schuhe/ das Auto zu reparieren. Man kann aber beides meist auch vor Ort bekommen, muss es also nicht unbedingt von Zuhause mitnehmen.

Toilettenpapier brauchte ich auch immer wieder. Am besten ist es ein bisschen abzuwickeln und ohne die Pappe in einer Plastiktüte mitzunehmen, damit es weniger Platz wegnimmt und nicht ausflockt, wenn es feucht wird. In einigen Ländern wie z.B. Malaysia gibt es vielerorts kein Toilettenpapier auf öffentlichen Toiletten, sondern nur einen Schlauch, mit dem man sich hinterher waschen kann. Wer keinen nassen Popo mag, muss sich also selbst ausstatten. Man kann aber Taschentücher und Toilettenpapier natürlich auch im lokalen Supermarkt bekommen. Aber da man selten einzelne Rollen kaufen kann, ist es einfacher, erstmal nur ein bisschen von Zuhause einzupacken.

Essen auf der Reise

Auch als Nichtraucher braucht man auf Weltreise ein Feuerzeug, um die Gaskocher anzuzünden, mit denen in den meisten Hostels in Australien und Asien gekocht wird. Am besten mehr als eins, da andere Hostelbewohner sie gerne für immer “ausleihen”. Aber nie im Handgepäck mitführen, weil man sonst am Flughafen als potentieller Terrorist eingestuft wird.

Die Alutasse, die ich mitgenommen hatte, kam mir zunächst überflüssig vor, weil es überall normale Keramiktassen in den Hostels gab. Aber beim Campen wurde sie dann sehr praktisch, weil man mit ihr direkt über dem Feuer kochen kann. Das ist besonders praktisch, wenn man das Trinkwasser erst abkochen muss und für den Morgenkaffee nicht einen ganzen Topf voll zum Kochen bringen will, was ewig dauert über dem Gaskocher und leicht eine ganze Gas-Kartusche verbraucht.

Für Mahlzeiten unterwegs ist der Spork* (eine Kombination aus Gabel und Löffel mit einer gezackten Messerseite aus Plastik) sehr praktisch, da man einfach im Supermarkt Joghurt, Eis oder Fertigmahlzeiten kaufen kann und nicht erst ins Hostel zurück gehen muss, um zu Essen. Manchmal gibt es im Hostel auch gar kein Geschirr und Besteck, daher ist es gut, wenn man sein eigenes Plastikgeschirr oder Tupperdose hat und wieder verwendet. Eine Tupperdose ist auch gut, um Sachen in Gemeinschaftskühlschränken unterzubringen den selbst gekochten Lunch für den nächsten Tagesausflug einpacken zu können.

Papierkram

  • Reisepass
  • Visum
  • Flugtickets
  • Versicherungspolicen
  • Kopie des Impfpasses
  • Kopie des Reisepasses
  • Kopie aller wichtigen Karten
  • Addressen+ Telefonnummerlisten (falls das Handy verloren geht)
  • Kreditkarten + Telefonnmummer der Entsperr-Hotline

Alle wichtigen Daten wie Passwörter und PINs solltet ihr immer dabei haben, allerdings ist es sicherer, sie in einer Art Code aufzuschreiben, was meine Lösung für das Sicherheitsrisiko ist, dass jemand eure Sachen und damit auch eure Daten stiehlt. Passwörter nur im Handy einzuspeichern ist keine gute Idee, weil das Handy meist als erstes kaputt oder verloren geht.

Da Kreditkarten manchmal grundlos gesperrt werden, wenn man sie am dringendsten braucht, sollte man immer die Telefonnummer der richtigen Hotline bereit halten, um sie wieder freizuschalten. Die Pins und Daten für Telefon und Onlinebanking braucht man natürlich auch, um alles von unterwegs regeln zu können. Wenn man für das Onlinebanking eine mobile TAN-Nummer braucht, die (wie bei der Postbank) nur ans deutsche Telefonnetz gesendet werden kann, sollte man vorher die Nummer eines vertrauenswürdigen Freundes oder Familienmitgliedes registrieren lassen.

Pro-Tipp: Gebt der Bank vor der Reise Bescheid, dass ihr die Karte in anderen Ländern verwenden werdet, um Sperrungen zu vermeiden, wenn ihr größere Beträge im Ausland abheben müsst.

Camping

Wenn ihr beim Backpacken auch Campen gehen wollt, ist es am besten, sich ein Auto zu mieten oder zu kaufen, da das Equipment sehr schwer ist. Wenn man nicht ausschließlich vorhat, in der Wildnis zu wandern und zu campen, würde ich das Camping Equipment erst vor Ort kaufen, wenn ihr sicher seid, dass der Campingtrip wirklich möglich ist. Ich hatte vor der Weltreise zunächst die Idee, ein Zelt mitzunehmen und Geld zu sparen, indem ich wann immer möglich in der Natur schlafe, aber ich war froh, dass ich während des Backpackens doch kein Zelt dabei hatte, weil es innerhalb der Städte nicht sicher und oft nicht möglich gewesen wäre zu campen, das Zelt also nur Ballast gewesen wäre.

Den Schlafsack hingegen brauchte ich auch beim Backpacken in den meisten Hostels, entweder, um eine Barriere zwischen mir und den Bettwanzen zu haben, oder weil die Airconditioning so kalt eingestellt war, dass das dünne Laken, das man vom Hostel als Decke bekommt, einfach nicht warm genug war. Es sind zwei Kilo mehr zu tragen, also sollte man es sich gut überlegen, aber ich war froh ihn gehabt zu haben. Eine eigene Fleecedecke ist eine leichtere Alternative, schützt aber weniger vor Insekten im Bett als der Schlafsack.

Beim Roadtrip in Australien war die Situation anders: Wir hatten ein Auto und konnten daher mehr Zeug mitnehmen, was das Campen unterwegs sehr bequem machte und uns viel Geld sparte. Man braucht nicht viel mehr als ein Zelt, Luftmatratze, Schlafsack und den Gaskocher, um eine bequeme Nacht zu verbringen. Die Campingstühle verkauften wir gleich wieder, weil man auch gut auf Kisten oder Baumstämmen sitzen kann.

Wenn ihr in Asien oder Ozeanien campen wollt, solltet ihr darauf vorbereitet sein, euch vor Moskitos und Blutegeln schützen zu müssen. Insektenspray wie OFF! * ist gut (hilft auch gegen Blutegel, wenn man es auf Schuhe und Beine sprüht), ein Moskitonetz* ein muss, dazu Moskito-Coils*, mit denen ihr bei Sonnenuntergang die Umgebung um das Zelt ausräuchern könnt, wenn ihr noch draußen sein wollt. Pro-Tipp: Wenn ihr im Regenwald oder nahe am Wasser campt, tragt am besten immer lange Socken und Hosen, damit die Blutegel sich nicht an euren Beinen festsaugen können.

Isomatten sind schwer und nehmen viel Platz weg, sind aber wichtig, um die Kälte des Bodens abzuhalten, wenn man draußen schläft. Wir hatten immer eine aufblasbare Isomatte* beim Campen, die den Vorteil hat, dass sie leichter und besser verstaubar ist, als eine feste Isomatte aus Schaumstoff. Der Nachteil bei aufblasbaren Isomatten ist aber, dass sie von Stöcken oder Steinen am Boden ein Loch bekommen können und dann verlieren sie Luft im Laufe der Nacht, bis man morgens direkt auf dem Boden aufwacht. Ein offensichtliches Loch kann man aber mit Klebeband flicken.

Eine Kühlbox ist fürs Campen mit Auto sinnvoll, da in warmen Ländern alles schnell verdirbt, wenn man es im heißen Auto transportiert. Und es gibt nichts Schöneres, als beim Campen in der Wüste kalte Cola zu haben!

Sobald eure Liste komplett ist, könnt ihr anfangen zu packen! Hier sind meine 7 besten Packing Hacks, die euch helfen alles smarter und effektiver zu organisieren: Meine persönlichen Packing Hacks – Die 7 besten Tricks fürs Packen

Falls ich etwas vergessen habe, das ihr auf euren Reisen unerlässlich fandet, oder wenn ihr nicht sicher seid, ob ihr einen bestimmten Gegenstand einpacken solltet, oder nicht, fragt mich gerne in den Kommentaren!

*Affiliate Disclaimer: Exploristic ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Websites konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann. Das heißt, ich bekomme eine kleine Kommission, wenn ihr etwas durch diese Links bestellt, natürlich ohne einen Aufpreis für euch. Durch diese Werbung decke ich die Hosting-Kosten für diesen Blog, wobei ich euch gleichzeitig direkt zeigen kann, welches Equipment ich auf meiner Reise verwende.

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Jar213Mina

I am Lisa Jarmina, an adventurous outdoor person, writer and traveler who loves nature, science, languages and photography. I travel, explore, meet people and learn how they live under different circumstances. I want to teach people about other possibilities to live life; about different perspectives; about tolerance, humbleness, personal growth and mutual understanding. Don't be afraid to leave behind the things you know, to meet the things you do not know yet!

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