Die perfekte Packliste für die weltreisende Frau – Teil 1: Kleidung

Eine Weltreise ist der große Traum eines jeden Reisenden: Für lange Zeit unterwegs sein und viele neue Länder sehen, mit nichts als der Kleidung am Leib und dem Rucksack auf dem Rücken ungebunden und frei durch die Welt ziehen, nur das tun, was einem gefällt, und gehen, wohin einen das Herz führt.

Doch bevor man eine solch lange Reise antreten kann, muss man sich gut vorbereiten. Einer der wichtigsten Punkte bei der Reiseplanung ist eine sinnvolle Packliste zusammen zu stellen, die alles berücksichtigt, was man “on the road” braucht und die möglichst keine überflüssigen Gegenstände enthält, welche später nur den Rucksack schwer machen.

Gerade als Frau ist es schwierig zu entscheiden, welches geliebte Kleidungsstück mit auf die Reise kommen soll und welches Zuhause im Kleiderschrank warten muss.

Während meiner Reisen in Europa, Ozeanien und Asien hatte ich die Gelegenheit zu testen, welche Kleidung man als Frau unbedingt auf einer Weltreise braucht und was man besser Zuhause lassen sollte.

Im Folgenden präsentiere ich euch die über Jahre hinweg perfektionierte Packliste, die alles enthält, was ich heute auf meiner Weltreise bei mir habe und immer noch als nützlich empfinde. Mit diesen Dingen seid ihr auf jedes Wetter und jedes Abenteuer perfekt vorbereitet, egal ob Dschungel-Expedition, Bergbesteigung, Wüstenwanderung oder Spaß am Strand!

Hier ist sie! Die perfekte Packliste für die weltreisende Frau! Eingeteilt in die 7 Kategorien: Kleidung, Körperpflege, Elektronik, Gesundheit, Praktisches, Papierkram und Camping.

Du bist keine Frau? Die perfekte Packliste für Jedermann findest du hier

Die perfekte Packliste für eine Frau auf Weltreise – Teil 1: Kleidung

7 Dinge, die man beim Packen bedenken sollte:

1) Gewicht oder Geld sparen?

Obwohl man wahrscheinlich noch weniger Kleidung einpacken könnte, als ich persönlich dabei habe, ist es für mich sinnvoll, mehr als drei T-Shirts einzupacken, da man in warmen Gebieten wie Malaysia und Australien alles nur einmal tragen kann, weil es garantiert innerhalb eines Tages total durchgeschwitzt sein wird. Und da man für die Waschmaschinenbenutzung in den meisten Hostels extra zahlen muss, wäre es unökonomisch alle drei Tage waschen zu müssen.

Es ist besser lieber erstmal so wenig wie möglich einzupacken und dann vor Ort noch Kleidung nachzukaufen, wenn man feststellt, dass man nicht genug zum Wechseln dabei hat oder dass etwas Wichtiges fehlt. Das gibt einem außerdem die Möglichkeit, ohne schlechtes Gewissen ein paar praktische Souvenirs für sich selbst mit nach Hause zu nehmen. 😉

Kleidung ist jedoch schwer und nimmt viel Platz weg, deshalb sollte man für warme Destinationen nur die leichtesten und dünnsten Tops mitnehmen.

2) Religion, Moral und Arbeit

Auch für warme Länder sollte man ein paar langärmlige T-Shirts einpacken, besonders wenn man vorhat  Tempel zu besuchen, da freie Schultern in vielen Ländern als anzüglich und unprofessionell betrachtet werden.

Wenn man unterwegs arbeiten möchte, oder falls man spontan zu offiziellen Anlässen eingeladen wird, sollte man für alle Fälle auch ein schwarzes T-Shirt und eine schwarze Hose, oder ein businesstaugliches schwarzes Kleid dabei haben. Man weiß nie, welche Möglichkeiten sich auf Reisen plötzlich eröffnen, auch wenn man gar nicht damit rechnet. Also besser auf alles vorbereitet sein, sodass man sich beim spontanen Dinner mit dem Präsidenten nicht “underdressed” fühlen muss!

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Tempel in Malaysia

3) Dschungelexpeditionen 

Lange Hosen brauchte ich gerade in den warmen Ländern öfter als erwartet, weil die Air-Conditioning oft Kühlschranktemperaturen in allen Shoppingmalls, Bussen und Restaurants zur Folge hat.

Für Dschungelexkursionen brauchte ich lange Hosen und Ärmel, zum Schutz gegen Moskitos, Blutegel und dornige Pflanzen. Insektenschutzmittel allein hält die Moskitos nicht lange genug ab wenn man mit freier nackter Haut im Dschungel herum läuft, und Blutegel lauern nicht nur um Wasser, sondern auch auf Bäumen und Sträuchern und saugen sich sofort an euren nackten Beinen fest, wenn ihr ihnen die Gelegenheit gebt. Fazit: Niemals Shorts tragen im Dschungel, auch wenn es super heiß und schwül ist.

Dschungel Kleidung
Im Dschungel seid ihr mit langer Hose und langen Ärmeln besser geschützt vor bluthungrigem Getier – ich trug später am Tag meine Regenjacke, um die Moskitos von meinen nackten Armen fern zu halten, da eine ganze Wolke von ihnen mich jagte!
motorrad kleidung
Not safe: Motorrad fahren mit freien Beinen und Armen! – Mein Freund hört natürlich nicht auf mich…

4) Motorrad fahren in Asien

Auch beim Motorrad fahren sollte man zumindest Kleidung mit langen Ärmeln und Hosenbeinen tragen, oder natürlich Schutzkleidung aus Leder, wenn man die Möglichkeit hat. Auch wenn in Asien jeder in Shorts und T-Shirt fährt, sollte man selbst das Risiko nicht eingehen.

Ich habe unterwegs zahlreiche Backpacker getroffen, die auf Krücken durch die Hostels hoppelten und ihr komplettes Bein mit Verbänden umwickelt hatten, weil sie mit kurzer Hose vom Motorroller gefallen waren. Besonders wenn man Anfänger ist beim Motorrad fahren, sollte man, auch wenn man nur einen langsamen Roller fährt, die gängigen Vorsichtsmaßnahmen eingehen.

5) Kakteen und urbane Parcours

Festes Schuhwerk ist auch sehr wichtig, da die Fußwege vielerorts nicht wirklich Wege sind, sondern eher Stacheldraht-, Baustellen- und Abfall-Parcours.  Mit Highheels ein einziger Alptraum! Wo du nicht stecken bleibst, knickst du um.

Stabile Turnschuhe sind auf Reisen am besten, da sie leicht und bequem und gut zu transportieren sind. Für Steppen und Berge sind richtige Stiefel aber definitiv empfehlenswert, da lange Dornen bei normalen Schuhen einfach durch die Sohlen gehen.

Kleidung Schuhwerk Wüste
Stacheliges Terrain im australischen Outback

6) Ein Hut macht sich gut

Auch wenn man normalerweise keine Hüte trägt, ist es in Gebieten nahe am Äquator und am Meer immer eine  Gute Idee, eine Kopfbedeckung dabei zu haben, weil der Sonnenstich/brand sonst garantiert ist. Denn eine rotgebrannte Clownsnase wird leider in den wenigsten Kulturkreisen als sexy empfunden…

7) Für die Füße!

Socken neigen dazu, rasch auf mysteriöse Weise zu verschwinden und es kann überraschend schwierig sein, Läden zu finden, in denen man normale Socken kaufen kann. Daher nehme ich immer lieber ein paar extra Paare Socken mit. Sie sind nicht nur nützlich an den Füßen, sondern können auch als Schutz für zerbrechliche Gegenstände wie Handys, Sonnenbrillen und Glasflaschen dienen, können als Notfallverband oder Wischlappen doppeln, bewahren einen vor rauen Hornhautfüßen und bilden eine Barriere zwischen dreckigen Hostelböden und dir. In heißen, nassen Klimazonen wird man auch die Flipflops zu schätzen lernen, da Turnschuhe einfach permanent durchgeweicht und für “Zuhause” viel zu heiß an den Füßen sind. Auch viele Duschräume kann man unmöglich barfuß betreten, ohne sich Pest und Cholera einzufangen.

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Die perfekte Packliste für die weltreisende Frau:

1. Teil 1: Kleidung

  • 10x Unterwäsche – ich finde beim Reisen Boxershorts aus Polyester* praktisch, da sie schnell trocknen, nirgends zwicken, wenn man lange laufen muss und gerade bei hohen Temperaturen angenehm luftig sind.
  • 4x T-Shirt (weiß, schwarz, grün, rot) – Farben oder prints sind natürlich optional, aber am besten sind basic Shirts, die leicht mit allem kombinierbar sind. Ich habe immer 2 normale, bequeme Baumwollshirts und 2 Funktionsshirts* fürs Wandern dabei. Die Funktionsshirts halten einen kühl, sind sehr leicht und trocknen schnell (was in Malaysia zum Beispiel praktisch ist, wo man als Frau vielerorts nicht im Bikini schwimmen darf und ein T-shirt im Pool/Fluss/Meer tragen muss).
  • 1x weißes, langärmeliges Shirt oder Baumwollpulli
  • 5x leichtes Tanktop*  (Tipp: Nehmt erstmal nur 1 oder 2 mit und lasst Platz im Backpack um vor Ort ein paar Tops als Souvenir kaufen zu können.)
  • 2x leichte Shorts (jeans/ baumwolle) 
  • 1x Jeans – ich nehme meist eine alte, abgewetzte, eingetragene Jeans mit, in der ich mich wohl fühle und wo ich nicht traurig bin, wenn sie unterwegs kaputt geht oder ich sie zurücklassen muss, um Gewicht zu sparen.
  • 1x leichte Haremhose*/ Jogginghose
  • Stabile Turnschuhe oder Wanderschuhe*
  • Flipflops*
  • Bikini* – Fürs Schwimmen im Meer oder unter dem Wasserfall!
  • Hut/Cap*
  • Regenjacke* – möglichst leicht und dünn, auf kleines Format faltbar.
  • Halstuch oder Buff* – gegen die Kälte von Klimaanlagen in Flugzeugen und Bussen. In Zeiten von Corona ist ein Buff auch praktisch als Maske.

Optional:

  • 1 Paar dicke Wintersocken* – als “Hausschuhe” und für warme Füße beim Campen oder in überklimatisierten Hostelräumen.
  • Dünner Cardigan* – kombinierbar mit allen T-Shirts/Tops um sich leicht an Temperaturwechsel anzupassen.
  • Warmer Pulli* oder Hoodie- für kühle Nächte.
  • Leichtes Sommerkleid – da man auch als Backpacker mal etwas anderes als T-Shirt und Haremhose tragen möchte – so ist man für jeden Anlass (z.B. ein spontanes Date?) gewappnet.

Keep it Simple:

Das sind für mich die wichtigsten Kleidungsstücke, die ich auf meiner Weltreise wirklich brauche. Alles darüber hinaus ist für mich Luxus, den ich mir nur gönne, wenn ich weiß, dass ich für längere Zeit ein Auto o.Ä. zur Verfügung haben werde, sodass ich das extra Gewicht nicht im Backpack auf dem Rücken tragen muss.

Weniger ist definitiv mehr auf Reisen. Die Hauptsache ist,  dass ihr in der Lage seid, euch an jedes Wetter anzupassen und euch mit der richtigen Kleidung vor hohen und niedrigen Temperaturen, starker Sonne, Insekten und kulturellen Faux-Pas zu schützen.

Was ist eurer Erfahrung nach super wichtig und darf in keiner Weltreisepackliste fehlen? Schreibt es mir in die Kommentare!

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I am Lisa Jarmina, an adventurous outdoor person, writer and traveler who loves nature, science, languages and photography. I travel, explore, meet people and learn how they live under different circumstances. I want to teach people about other possibilities to live life; about different perspectives; about tolerance, humbleness, personal growth and mutual understanding. Don't be afraid to leave behind the things you know, to meet the things you do not know yet!

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