Welche Impfungen braucht man vor einer Weltreise?

Sollte man sich vor einer Weltreise impfen lassen? Und wenn ja, gegen was? Und wieviel kostet der Spaß? Kann man die Impfkosten zurück erstattet bekommen? Diese Fragen stellte ich mir vor meiner Weltreise. Nachdem ich nun schon seit 11 Monaten unterwegs bin, und vorher 9 Impfungen hinter mich gebracht habe, kann ich diese Fragen beantworten:

Welche Impfungen sind sinnvoll?

Welche Impfungen sinnvoll sind, hängt ganz davon ab, welche Länder ihr besuchen wollt.

Am einfachsten ist es, zum Hausarzt zu gehen und sich beraten zu lassen. Die Ärtze haben eine offizielle Impfkarte und können euch genau sagen, welche Impfungen für welche Region empfohlen sind. Das Tropeninstitut kann euch auch beraten, oder ihr könnt auf der Webseite der STIKO nachschauen, was empfohlen ist.

Wo sollte ich mich impfen lassen?

Ihr könnt entweder zum örtlichen Tropeninstitut gehen, wo ihr die Impfungen von Ärzten des Krankenhauses verabreicht bekommt. Man kann sich aber auch direkt beim Hausarzt impfen lassen, allerdings müsst ihr den Impfstoff dann selbst in der Apotheke besorgen und es ist bei vielen Krankenkassen schwieriger die Kosten dafür erstattet zu bekommen.

Das Tropeninstitut ist die offizielle Stelle für Reiseschutzimpfungen, daher bekommt ihr dort direkt alle Belege, die ihr für die Versicherung braucht.

Wieviel kostet der Spaß?

Eine Menge.

Zwar bekommt ihr die Kosten rückwirkend von der Krankenkasse erstattet (bei der TK zumindest, bei anderen Krankenkassen fragt ihr am besten vorher per E-Mail nach, welche Kosten erstattet werden können), jedoch müsst ihr die gesamten Kosten zunächst aus eigener Tasche vorstrecken, was bei mir für 9 Impfungen (Tollwut, Tetanus, Diphterie, Polio, Pertussis, Hepatitis A+B, Thypus und Japanische Encephalitis) ca. 800€ waren.

Ich habe jedoch alles von der Krankenkasse zurück bekommen. Wenn man schon die Gelegenheit hat, sich umsonst gegen eine Reihe übler Krankheiten schützen zu können, sollte man sich das nicht entgehen lassen, oder?

Gibt es Risiken?

Natürlich besteht bei Impfungen ein gewisses Risiko, dass man allergisch auf den Impfstoff reagiert oder dass das Immunsystem so heftig reagiert, dass man sich ein paar Tage krank fühlt. Als junger Erwachsener sollte man sich über Horrostories über Babies, die wegen Impfungen angeblich behindert geworden sind etc. jedoch keine Gedanken machen, da das Immunsystem locker mit der geringen Menge an Viren (falls denn überhaupt ein Lebendimpfstoff verwendet wird) fertig wird.

Ich bekam 9 Impfungen verteilt auf drei Wochen und bis auf ein bisschen Übelkeit und eine leichte Schwellung im Arm steckte ich das ohne Probleme weg. Das ist allemal besser als sich mit einer der oben genannten Krankheiten zu infizieren.

Ist es den Aufwand wert?

Das muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. Ich fühle mich jedenfalls viel besser mit dem Wissen, dass ich nicht sofort daran sterben werde, wenn mich in Bangkok ein wilder Affe beißt (die Viecher SIND teilweise ziemlich aggressiv, besonders wenn man Erdnüsse in der Tasche hat), oder mir in der U-bahn jemand mit blutigem Husten gegenüber sitzt. In Deutschland sind die meisten tödlichen Krankheiten selten geworden, dank Impfungen. In anderen Ländern sind sie jedoch noch weit verbreitet und im Nachhinein nur schwer zu behandeln. Daher ist es meiner Meinung nach klüger vorzusorgen, zumal es quasi kostenlos ist.

Außerdem kann man beispielsweise in manche Länder ohne bestimmte Schutzimpfungen gar nicht erst einreisen. Was Vorraussetzung für welche Länder ist, könnt ihr auf der Webseite des Auswärtigen Amtes nachlesen.

Was sollte in meiner Reiseapotheke sein?

Falls es in tropische Regionen wie Südostasien, Afrika, Südamerika oder Australien geht, darf ein Malaria-Mittel nicht fehlen, da man, egal wie viel Insektenspray man einpackt, auf jeden Fall von Mosquitos gestochen werden wird, die leider Malaria, Dengue, Zika und Ähnliches übertragen können. Malaria kann im Frühstadium noch behandelt werden, später hilft leider nichts mehr, daher ist es besser ein sogenanntes “Stand-By”-Produkt dabei zu haben, dass man bei ersten Anzeichen sofort nehmen kann.

Ansonsten empfehle ich Antibiotika (ohne das wäre ich an einer Lebensmittelvergiftung in Malaysia fast gestorben) und Schmerzmittel, da man das früher oder später immer braucht und es im Ausland oft viel teuerer ist als in Deutschland. Außerdem Anti-Durchfallmittel/ Abführmittel und Mittel gegen Sodbrennen, da der Magen oft nicht so gut auf exotisches Essen reagiert, wie man sich vorstellt.

Einen Vorrat an allem, was ihr an verschreibungspflichtigen Medikamenten braucht. In Australien war es für mich super schwierig ohne australisches Rezept meine Medikamente zu bekommen und nur für die zwei Minuten Beratung, die der Arzt braucht, um das Rezept auszustellen darf man schon Mal um die 70AUD (ca.50€) auf den Tisch legen. Selbst Dinge wie Kontaklinsen, für die man in Deutschland kein Rezept braucht, kann man im Ausland teilweise nicht ohne Rezept und teuere Untersuchung bekommen, daher lieber einen guten Vorrat mitnehmen. Als Frau würde ich auch einen Vorrat Tampons/Binden mitnehmen, da man diese nicht überall bekommt und sie woanders teilweise sehr viel teurer sind. Ein Erste-Hilfe-Set mit wasserfesten Pflastern und Verbänden sollte natürlich auch immer dabei sein.

Achtung: Ich bin kein Arzt und gebe hier keine medizinische Beratung! Ich sage euch nur, was ich vor meiner Weltreise gemacht habe und was mir persönlich auf meiner Reise von Nutzen war. Wenn ihr krank seid, geht zu einem Arzt und bevor ihr Medikamente nehmt, informiert euch vorher über Anwendung und Nebenwirkungen!

Findet hier alles Weitere, was ihr bei der Planung einer Weltreise beachten solltet

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Lisa Jarmina

I am Lisa Jarmina, an adventurous outdoor person, writer and traveler who loves nature, science, languages and photography. I travel, explore, meet people and learn how they live under different circumstances. I want to teach people about other possibilities to live life; about different perspectives; about tolerance, humbleness, personal growth and mutual understanding. Don't be afraid to leave behind the things you know, to meet the things you do not know yet!

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